Die diesjährige PGConf.de 2026 ist Geschichte. Am 21. und 22. April trafen sich im Haus der Technik in Essen 308 Teilnehmer nach offizieller Aussage der Organisatoren aus der gesamten deutschsprachigen und europäischen PostgreSQL-Community zu Europas wichtigster deutschsprachiger PostgreSQL-Konferenz. Zwei vollgepackte Konferenztage, drei parallele Tracks, jede Menge Wissen, Diskussionen und – nicht zuletzt – herzliche Wiederbegegnungen.
Die Proventa GmbH war in diesem Jahr wieder als Platin-Sponsor dabei – und das mit großer Überzeugung. PostgreSQL ist das Herzstück vieler unserer Projekte, und die PGConf.de ist für uns nicht nur eine Konferenz, sondern ein wichtiger Treffpunkt der Community, in der wir uns aktiv engagieren. Als Platin-Sponsor konnten wir dazu beitragen, diese bedeutende Veranstaltung zu ermöglichen – und gleichzeitig sichtbar zu machen, wofür Proventa steht: Exzellenz im Umgang mit PostgreSQL, sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft.
Kaum war das Opening am Dienstagmorgen vorbei, begann das, was solche Konferenzen so wertvoll macht: Begegnungen. Wir haben eine Vielzahl langjähriger Kunden, Partner und Freunde aus der Community getroffen – beim Kaffee in den Pausen, beim Mittagessen oder abends beim geselligen Evening Reception. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie lebendig und herzlich diese Community ist. Neue Kontakte kamen hinzu, Projekte wurden besprochen, und manch ein Problem, das sich per E-Mail festgefahren hatte, löste sich beim persönlichen Gespräch innerhalb von Minuten.
Das Programm war wie gewohnt dicht und hochwertig. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns zwei Vorträge:
„Ein Jahr PostgreSQL statt Oracle – Das Leben danach“ von Jonas Gassenmeyer (DB Systel) war ein besonders praxisnaher Erfahrungsbericht: Was passiert wirklich, wenn man ein Unternehmen mit einer Oracle-Welt hinter sich lässt? Gassenmeyer schilderte offen sowohl die Erfolge als auch die unerwarteten Stolpersteine nach seiner eigenen Migration zu einem Unternehmen mit PostgreSQL.
„Was bedeutet der EU Cyber Resilience Act für PostgreSQL und seine Anwender?“ von Peter Eisentraut (EDB) griff ein Thema auf, das gerade für Unternehmen in Deutschland und Europa zunehmend relevant wird: Welche regulatorischen Anforderungen stellt der CRA an Open-Source-Datenbanken wie PostgreSQL, und was müssen Anwender konkret beachten? Ein ausgezeichneter Beitrag, der rechtliche Komplexität verständlich und handlungsorientiert aufbereitete.
Einer der Höhepunkte aus Proventa-Sicht war der Beitrag unseres Kollegen Dirk Aumüller: „One Collector to Rule Them All: Unified Observability for PostgreSQL Platforms“.
In seinem Sponsor-Talk am Mittwochvormittag zeigte Dirk, wie moderne PostgreSQL-Umgebungen – ob On-Premises, in der Cloud oder hybrid – mit einem einheitlichen Observability-Ansatz überwacht und betrieben werden können. Anstatt für jede eingesetzte Software-Komponente separate Agenten oder Monitoring-Lösungen zu betreiben, plädierte er für eine konsolidierte Collector-Architektur, die Metriken, Logs und Traces aus allen Komponnenten einer PostgreSQL-Instanz zentral zusammenführt und an ein beliebiges Monitoring Backend weiterleitet.
Der Vortrag war praxisnah, technisch fundiert und stellte konkrete Werkzeuge und Patterns vor, mit denen Betriebsteams tatsächlich arbeiten können. Besonders die Diskussion rund um den OpenTelemetry-Ansatz und dessen Integration, statt PostgreSQL-spezifischen Exportern, stieß auf großes Interesse im Publikum. Wer den Vortrag verpasst hat: Die Slides sind im Konferenzprogramm verfügbar.
Zum Abschluss der Konferenz gab es eine freudige Ankündigung: Die nächste PGConf.de soll im Rhein-Main-Gebiet stattfinden! Damit zieht die Konferenz in eine der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands – mit hervorragender Anbindung und einer lebendigen IT- und Datenbankszene. Wir freuen uns schon jetzt darauf und werden auch beim nächsten Mal wieder dabei sein.
Danke an alle Organisatoren von PostgreSQL Europe für eine einmal mehr erstklassig durchgeführte Konferenz. Bis zum nächsten Jahr!
Ein Blick in unseren letzten Artikel ldap2pg im Überblick lohnt sich ebenfalls.
