In den letzten Jahren ist viel passiert in der Proventa: Viele Technologien sind gekommen, geblieben oder gegangen, neue Kunden und Partner haben sich der Proventa angeschlossen und das Unternehmen ist über die Jahre stetig gewachsen. Unsere Zeitzeugen geben einen Einblick in vergangene Projekte und Arbeitsweisen.

Wolfram Wittmann (Vorstand) über die letzten 30 Jahre der Proventa

Die Proventa wurde 1992 gegründet und startete im Bereich der Datenbank-Technologien. Im Jahr 1992 war dies ein großes Thema. Die ersten relationalen Datenbanken eroberten den Markt und lösten in großen Teilen die hierarchischen Datenbanken ab.

Nur, wer sollte diese Migrationen vornehmen? Genau daraufhin hatte sich die Proventa im Gründungsjahr spezialisiert – mit großem Erfolg. Bis heute, 30 Jahre später, spielt die Datenmigration und die digitale Transformation noch immer eine zentrale Rolle in der Proventa.

Parallel hat sich die Proventa im Laufe der Jahre vom reinen Technologieanbieter zum IT Beratungshaus entwickelt und Kunden aus den Branchen Telekommunikation, Industrie, Energieversorger, Handel, Versicherungen und Banken gewonnen. Strategische Partnerschaften mit wichtigen Technologie-Herstellern wurden geschlossen, um unseren Kunden stets eine allumfassende Leistung unterbreiten zu können.

Das Besondere an der Strategie der Proventa war, über die Jahre hinweg niemals auf einen Hype aufzuspringen oder sich auf einen aktuellen Trend zu spezialisieren. Strategisch gelenkt wurde die Proventa durch die Bedürfnisse ihrer Kunden. Alle Portfolioleistungen sind aus den Anforderungen unserer Kunden entstanden und wurden auch mit diesen gemeinsam entwickelt. Dementsprechend haben sich die Leistungen in den 30 Jahren auch mehr als einmal gewandelt. Ziel war es jedoch immer, dem Kunden zuzuhören, sein Problem zu verstehen und mit ihm eine faire Lösung zu erarbeiten.

Ein weiterer zentraler Ansatz der Proventa war die offene und transparente Art dem Kunden gegenüber, alle Informationen zu teilen und die Mitarbeiter unserer Kunden zu integrieren.

Auch die Arbeitsweisen haben sich gewandelt. War es in den 90-er Jahren noch durchaus üblich, bei einem Telekommunikations-Unternehmen mehrmals in der Woche Telefonkonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmer zu führen, hat die agile Arbeitsweise heute zu deutlichen Verbesserungen geführt und die Motivation der Mitarbeiter bei unseren Kunden um Größenordnungen verbessert.

Dabei war eines der Erfolgsgeheimnisse der Proventa aber auch immer der Mensch.

Genährt von der Idee, dass nur ein fair bezahlter und respektvoll und wertgeschätzter Mitarbeiter die notwendige Begeisterung und Motivation mit sich bringt und genau daraus seinen Anspruch an die geleistete Arbeit definiert, war die Proventa AG Wegbereiter.

Wenn wir heute zurückschauen, wie sich das Unternehmen entwickelt hat, sind wir in erster Linie nicht nur stolz auf die Größe, die Zahl der Mitarbeiter oder den erzielten Umsatz. Die Proventa AG ist stolz darauf bewiesen zu haben, dass man ein Unternehmen erfolgreich aufbauen und führen kann, ohne den menschlichen Aspekt aus den Augen zu verlieren.

Meine Frage an Proventa

Dirk Aumueller (Senior Consultant) über die Anfänge der Proventa in der digitalen Transformation von Datenbanken mit Open Source Technologien

Mein Einstieg in die Arbeitswelt hat mich im Juni 2011 zur Proventa AG gebracht, oder treffender formuliert: die Proventa AG hatte mich damals über eine Jobbörse gefunden. Ich beschloss, mich den aufgezeigten Herausforderungen zu stellen und wurde sofort in einem Projekt zur Datenqualitätssicherung und -bereinigung eingesetzt. Die stark heterogene Anwendungslandschaft des Kunden, ein großes Telekommunikationsunternehmen aus dem DAX, funktionierte schon damals mit zum Teil Legacy-Technologien zur Übertragung der eigentlichen Daten bei den Schnittstellen. Von Java über plsql für Oracle Datenbanken, XML oder JSON und Unix Shell-Skripten zu Open Source ETL Anwendungen für die Realisierung, Orchestrierung und Management im Projekt, reihten sich Technologien und Verfahren im Projektalltag ein.

Die Anforderungen aus diesem und folgenden Projekten erforderten stetiges Weiterbilden in neuen, und mir teils unbekannten Technologien und Anwendungen. Gleichzeitig begann sich die Fokussierung auf Open Source und der Hang zum Einsatz von Open Source im Enterprise-Umfeld herauszukristallisieren. Auch bei den Kunden machte sich eine zunehmende Orientierung auf und der Wille zur Adaption von Open Source im Unternehmenseinsatz bemerkbar.

Im September 2016 war es dann so weit, dass durch eine beginnende Neuausrichtung des Unternehmensportfolios auf digitale Transformation, PostgreSQL, die fortschrittlichste relationale Open Source Datenbank der Welt, mein neuer Fokus wurde. Es gab, und gibt auch weiterhin, sehr viel rund um PostgreSQL zu erlernen, da sich um das eigentliche relationale Datenbankmanagementsystem ein Mikrokosmos aus vielen Open Source und auch kommerziellen Anwendungen und Erweiterungen gebildet hat. Diese Anwendungen und Erweiterungen können in vielfacher Weise miteinander kombiniert werden, um unterschiedlichsten Anforderungen und Zielen zu genügen.

Triviale Setups eines einzelnen Datenbank-Clusters (ein Cluster ist in der PostgreSQL Terminologie eine Instanz) oder aber auch hochverfügbare und geographisch verteilte Cluster (hier nun als der wohl gängigere Terminus genutzt 😉) gehören zum Tagesgeschäft. Je nach Kundenanforderung werden diese Architekturen direkt auf Hardware, virtualisiert oder aber mittlerweile auch containerisiert on- und off-premise, bereitgestellt. Zugleich ist die Beratung und Unterstützung zum Umstieg, z.B. weg von Oracle, auf PostgreSQL und bei dessen Einsatz, sowie natürlich bei Problemen bestehender Umgebungen, fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Die vielfältigen Anforderungen, Probleme sowie Anfragen von kleinen und großen, unbekannten und namhaften Unternehmen haben dazu geführt, dass ich mit dem erworbenen Wissen seit drei Jahren zusätzlich PostgreSQL Trainings, standardisiert und individuell, für Kunden anbiete.

Ein letzter und für mich wichtiger Bestandteil der Arbeit ist der Community-Gedanke, der eine Stärke von PostgreSQL darstellt. Konferenzen und Postgres User Groups bieten die Gelegenheit mit anderen Interessierten oder aber Kernentwicklern und Mitwirkenden von PostgreSQL ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

>> Seien Sie gerne bei unserem Meetup „Postgres User Group Frankfurt“ dabei!

Um hier einen Beitrag in der Ausbildung für künftige PostgreSQL Enthusiasten zu leisten, übernehme ich im Sommersemester 2022 mit einem ehemaligen Kommilitonen zusammen, einen Lehrauftrag an der Hochschule Darmstadt für die Veranstaltung Datenbanken 2, die als Datenbank PostgreSQL im Praktikum einsetzt.

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Martin Enden

Martin Enden (Agile Coach) über die Einführung von agilen Arbeitsmethoden in Unternehmen

Ich begleite die Proventa AG bereits seit dem Jahr 2005. Direkt nach der Uni habe ich den Schritt in die Unternehmensberatung gewagt und war von Beginn an in Digitalisierungsprojekten bei DAX Unternehmen eingesetzt. Damals, 2005, herrschte in großen IT-Projekten das Wasserfall Modell vor. Klassischerweise wurden Lastenhefte geschrieben, anschließend Pflichtenhefte, darauf folgte die Implementierung, der Test, der Go-Live und dann der CR. Eine Lastenheftphase hat sich gerne mal 12 Monate hingezogen. Nicht zuletzt wegen meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Marketing und Wirtschaftsinformatik war ich überwiegend an der Schnittstelle zwischen Fachbereichen und IT eingesetzt. Ich erinnere mich an Begriffe, wie SPOC (der Single Point of Contact). Fachbereiche und IT-Bereiche haben nicht kontinuierlich miteinander zusammengearbeitet, Dokumente wurden über den Zaun gekippt. Es gab im Grunde keine direkte Kommunikation. Da ich zum einen die Sprache der IT als auch die der Fachbereiche sprechen konnte, habe ich mich zur damaligen Zeit bereits um einen direkten Austausch bemüht. Als ich 2009 von SCRUM gehört hatte, war ich direkt sehr neugierig. Das Vorgehen für agile Projekte entsprach der Richtung, die ich bereits in meinen eigenen Projekten verfolgte. Wenngleich sich der theoretische Idealzustand zum agilen Arbeiten noch stark vom unmittelbaren Einsatz in meinen Projekten unterschied. 2011 änderte sich das schlagartig. In einem Projekt zur Wiedergabe von Videos auf Fernsehbildschirmen standen wir vor einer komplexen Anforderung mit vielen externen Abhängigkeiten. Seitens der TV -Hersteller gab es noch keine Standrads. Jeder Hersteller führte sein eigenes Betriebssystem. Es mussten Themen wie Registrierung, Login, Videokatalog, Suche, Erwerb, Altersverifikation und Videoverschlüsselungssysteme umgesetzt werden. Die Steuerung erfolgte nicht über eine Computer-Tastatur, sondern mit der TV-Fernbedienung. Bei diesem Vorhaben stellte sich heraus, dass das Wasserfallmodell viel zu langsam ist und schnelles Lernen und das Sammeln von Erfahrung verhindert. Erst die Umstellung zum agilen Arbeiten brachte den gewünschten Durchbruch. Im agilen hochmotivierten SCRUM Team gelang es uns innerhalb von drei Wochen die Gestensteuerung für unsere Video-App umzusetzen. Pünktlich zu einer TV-Werbekampagne eines großen TV-Herstellers. So starteten die ersten, noch kleinen, agilen Projekte, die über die Zeit stärker heranwuchsen. Zu Beginn der agilen Arbeitsweise war meine Tätigkeit noch auf cross-funktionale Entwicklungsteams beschränkt. Bereits wenige Jahre später befand ich mich in agilen Transformationen gesamter Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern als Agile Coach.

Angetrieben durch den technologischen Fortschritt, den starken Wandel im Berufsleben und auch der Gewohnheiten im privaten Bereich wird unsere Welt immer komplexer und Agilität ist eine Lösung, um auf den Digitalen Wandel zu reagieren.

Aktuell stellt das Thema Nachhaltigkeit eine komplexe Herausforderung dar. Agile Arbeitsmethoden bilden dafür eine stabile Basis, um Projekte zielführend und erfolgreich abschließen zu können. Ich bin gespannt was die Zukunft noch bringt.

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